Herkunft der Stenografie

Steno ist die Kurzform von Stenographie oder Stenografie (manchmal auch Kurzschrift, Engschrift, Phonographie, oder Schnellschrift genannt). Die deutsche Variante hat seine Ursprünge in der Tachygraphie.

Was ist Stenographie?

Stenographie verwendet Symbole anstelle von Buchstaben, Wörtern und Phrasen. Sie wird verwendet, um Notizen in Klassen, Vorlesungen und bei Geschäftstreffen zu erleichtern. Stenographie wird auch von Journalisten benutzt, die sich schnell Notizen machen müssen.

Woher kommt der Begriff?

Der Begriff „Stenographie“ kommt vom griechischen Wort „stenos“, was „eng oder klein“ bedeutet und sich auf die Verdichtungen von Wörtern in Symbole bezieht. Erste Verwendungen werden im antiken Griechenland, Ägypten und Rom gefunden. Die Ägypter benutzten vereinfachte Formen von Hieroglyphen, um Aufzeichnungen über Ereignisse zu machen. Die frühesten Aufzeichnungen der Kurzschrift sind von Tiro, einem Römer, der die Reden Ciceros aufzeichnete.

Entwicklung der Kurzschrift

Briten waren namhaft an der Entwicklung der modernen Kurzschrift beteiligt, einschließlich des Mönchs John of Tilbury, Timothy Bright, und John Willis, der auch „Vater der modernen Stenografie“ genannt wird. In den 1880er Jahren entwickelten die Engländer Sir Isaac Pitman und der Ire John Robert Gregg den im Englischen gebräuchlichsten phonetischen Stil der Kurzschrift. Dieser Stil orientiert sich am Klang des Wortes. Zum Beispiel wird dem F-Klang ein Symbol zugewiesen – unabhängig davon, ob es mit f, ph oder gh geschrieben wird. Der Deutsche Franz Xaver Gabelsberger erfand die Gabelsberger-Kurzschrift (1817). Gabelsberger war von der bayerischen Regierung als Schreibkraft angestellt und begann im Alter von 28 Jahren ein Stenografie-System zu entwickeln. Ebenso hatten Wilhelm Stolze (1838) und Ferdinand Schrey (1885) Einfluss auf die Entwicklung der Stenografie in Deutschland.

Maschinelle Anwendungen

Eine Stenografie-Maschine wurde 1879 von Miles M. Bartholomew patentiert. Das Gerät wird von Gerichtsreportern oder auch im Parlament verwendet. Aussagen oder Plenarsitzungen werden in Kurzschrift übertragen und danach in Standardschrift übersetzt. Das Gerät wird auch zum Eingeben von Untertiteln in Echtzeit verwendet – z. B. bei Live-Fernsehsendungen oder für Hörbehinderte. Eine Computersoftware übersetzt die auf dem Fernsehbildschirm angezeigte Kurzschrift in Normalschrift. Die Maschine besteht aus 22 Tasten und einer Leertaste. Mehrere Tasten werden einzeln oder gleichzeitig zum Buchstabieren von Wörtern gedrückt – diese entsprechen dann einem Wort oder auch mehreren Buchstaben.